Es ist lange her seit meinem letzten Eintrag hier, aber noch nicht lange seit ein kleines Büchlein mit dem sinnigen Titel „111 Gründe seinen Garten zu lieben“ auf meinem Nachttisch landete. Die Schenkende wusste wohl, dass ich in den letzten Monaten grosse Mühe hatte mit dem Thema Garten. Herz und Kopf waren gar nicht in meinem grünen Reich daheim, obwohl im Sommer dort auch viel gearbeitet wurde. Neue Beete entstanden, Pflanzen wurden umgesiedelt, vieles vorbereitet für die geplante Abgabe eines Gartenteils. Arbeit die etwas lustlos gemacht wurde. Ich habe Mühe mit Abschiednehmen. Handkehrum war doch eine leise Vorfreude auf das Neue da. Und dann hiess es plötzlich, es eile nicht mehr, ich könne noch ein Jahr oder evtl. länger, weiter in meinem Reich werkeln. Das bedeutete auch, sofort das schon etwas verwahrloste Grundstück wieder auf Vordermann bringen, jäten, jäten, jäten ….und die vielen Löcher von den bereits umgesiedelten Pflanzen einigermassen cachieren. Beides habe ich aber bis zum Einbruch des Winters nicht mehr fertig geschafft.
It’s ages since my last post here, but only a few weeks ago that I received a little book with the title „111 reasons to love the own garden“. My friend who gave the book to me probably saw that my heart and head didn’t feel like gardening this year. Summer, however came along with a lot of changes in the garden. New gardenbeds were made, plants moved to other places and various things were prepared for the planed handing over. I was quite busy but I didn’t like very much this kind of work (I don’t like farewells!). Although, there was some curiosity and a little thrill of anticipation with regard to the „new“ garden to come. And suddenly then I was told that I could continue working in this garden area, as the project was postponed for another year or so. This meant I immediately had to take care again of the already neglected terrain . Weeding, weeding, weeding and trying to hide somehow the empty spaces I had from my plant rotation. Unfortunately I didn’t succeed for winter arrived.
Abschied nehmen galt es auch von meinem grössten Gartenfan, meiner lieben Schwiemu, die uns mitten aus einem bis zuletzt geistig und körperlich aktiven Leben ganz unerwartet im 99. Lebensjahr verlassen hat. Ihren Garten hat sie noch für den nächsten Frühling vorbereitet und bis zwei Tage vor ihrem Tod Neues gepflanzt. Es wird im Frühling dort wunderschön blühen, da bin ich mir sicher.
We also had to take farewell from my MIL , my greatest garden fan, who suddenly died with almost 99 years, sane and healthy till the last day. She still prepared the garden for next Spring and planted new plants even two days before she passed away. I am sure, her garden will flower beautifully next Spring.
Abschied genommen habe ich auch vom Garten meiner Kindheit, mich aber gefreut, dass dort nun eine junge Familie arbeiten wird und ich eine Verpflichtung weniger habe.
I also said goodbye to the garden of my childhood. But I am so glad that a young family will be gardening there. And of course this means no obligation anymore from my part.
Ein weiterer „Abschied“ fand in meinem Garten statt. Sehr viele meiner selbsgezogenen Buchsbaumkugeln wurden – nebst dem Buchsbaumzünsler – noch von einem Pilz befallen (das feuchte Sommerwetter ist da wohl nicht ganz unschuldig), so dass ich etwa zwanzig Stück sofort entsorgen musste. Schade! Ich sah es aber auch ganz pragmatisch: ein paar Pflanzen weniger mussten umziehen. Dann haben sich auch alle Rosenbäumchen definitiv verabschiedet, der letzte eisige Winter war doch zu hart. Das Gleiche galt für einige Rambler…..dafür ist jetzt der Pavillon in seiner ganzen Form wieder sichtbar. Alles hat eben immer zwei Seiten 😉 !
Another sort of loss were the great amount of box trees (they were home grown from little cuttings). The humid summer weather caused a serious fungus disease apart from the box tree moth (Ccydalima perspectalis) so I had to remove at least twenty of them. It’s a pity. But being pragmatic, there now are less plants to move from one garden area to the other. All my rose trees had to be removed too, as the very cold February of this year let them froze to death. The same I can say from a few ramblers….but on the other hand, the rose pavilion is now plainly visible again. So everything has two sides 😉 !
Es gibt natürlich auch Positives zu berichten und das ist ja schliesslich was zählt und bleibt und die Freude am Garten – wenn dieses Gartenjahr auch eher mässig – wach hält. In den Bergen entwickelte sich das kleine Gärtchen schon recht ordentlich. Alle Rosen blühten unermüdlich noch bis anfangs November. Ich habe zwei neue Beete gemacht, in welche Pfingstrosen (aus dem Garten hier) und weitere Rosen einziehen werden. Etliche Stauden habe ich daheim ausgegraben und mitgenommen. Bin gespannt wie sie sich nächstes Jahr entwickeln. Wenn meine Eltern sehen würden, was aus der kleinen Wiesenfläche rund ums Chalet entstanden ist, würden sie ihr ehemaliges Feriendomizil nicht mehr erkennen. Viele Blumen blühen nun, dafür sind etliche Bäume weg. Noch ist das Ganze für mich eine Art Experiment, denn alles muss sehr pflegeleicht sein, da wir ja nicht jeden Monat hinfahren können/wollen.
Of course there are positive news too. Those little successes and pleasures that always keep the joy of gardening alive. Well, to be honnest, this summer it wasn’t very alive . But my little garden in the mountains is doing nicely. The roses I planted last year were blooming till November too. I made two new gardenbeds with peonies and some perennials which I brought from my garden at home. I’m curious to see how they will grow. If my parents saw what I made with the former little meadow around the cabin, they wouldn‘ recognize their former holiday place anymore. There are a lot of flowers now, but only a few trees left. However, the whole gardening up there still is a sort of experiment for me. Lazy gardening or better easy care is wanted as we cannot regularly visit the place every month.
Und nun hat der Winter, pünktlich auf den ersten Advent, sein Schneekleid über den Garten geworfen. Endlich wieder mehr Zeit für Gartenbücher und Lesen allgemein und nicht zuletzt auch für’s Nähen und Quilten. Zeit auch für das Sortieren von Photos, die während des vergangenen Sommers gemacht wurden, wenige zwar aus dem Garten, dafür ein paar aus anderen Regionen und Gärten. Zeit und Lust auch wieder für das Aufnehmen von Blogbesuchen 🙂 !
And just in time, exactly for Advent, winter came and covered the garden here with snow. I am so glad for this winter rest. This means more time for reading (gardenbooks too!) and quilting. Time too for sorting out the photos I made this year (only a few from the garden, but some of other regions and gardens). It also means, more time and enthusiasm for visiting blogs again 🙂 !




