Pitmuies Gardens

Der zweitletzte Garten auf unserer diesjährigen Schottlandreise im Mai hat mich ganz besonders beeindruckt. Ich meine dami Pitmuies Gardens (in Guthrie, Nähe Forfar, Angus), ein sogenannter „country garden“. War der Grund vielleicht seine überschaubare Grösse, seine bunt blühende Artenvielfalt oder die harmonische Gliederung der verschiedenen Gartenräume? Schwer zu sagen. Leider hatten wir für diesen Garten nicht so viel Zeit wie er es verdient und ich es gerne gehabt hätte. Ich habe dann erst später auf dem gekauften Gartenplan gesehen, was wir alles verpasst hatten. Next time!!!

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Der Eingang zum Garten war schon sehr einladend. Ich hatte das Gefühl, als wäre ich zu Besuch bei Freunden und würde nun einen kleinen Spaziergang in deren Privatgarten machen.

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Eingang zum Gartenteil „Alpine Meadow“, einer Art Wildwiese (wo früher die Wäsche getrocknet wurde, da das Waschhaus in unmittelbarer Nähe ist), mit vielen Strauchrosen, Buddleias, Birnbäumen , Lilien usw. Von dort wäre ein Weg zum Vinny Garden gegangen, den wir leider nicht gesehen haben (es fing an zu regnen und wir waren in Zeitnot).

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Der „walled garden“ zeigt in Pitmuies recht schmale Beete, die – wie könnte es anders sein – abwechslungsreich und vorallem in den Farben grün/weiss/silber bepflanzt sind.

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Rollenwechsel

Der süssliche, manchmal fast schwere Rosenduft, der in den letzten Wochen durch den Garten schwebte, verschwindet langsam. Die meisten Rosen sind verblüht (vorallem die alten Sorten), etwas ungewohnt früh. Aber in diesem Jahr 2007 ist ja alles im Garten etwas anders (bedingt durch die unerwartet heisse, sommerliche Wetterlage im April). Die Protagonisten verlassen die Bühne, es ist Zeit für den Rollenwechsel. Endlich kommen auch die anderen Pflanzenschönheiten zum Zug.

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Es sind nicht alle so stolz und erhaben wie der Rittersporn und einige Gräser. Vieles hat das wechselhafte Wetter (Regen, Schneckenplage, Hitze) arg gebeutelt. Dennoch, das Auge nimmt jetzt unbewusst auch das Kleinere, Feine, oft etwas Versteckte wieder wahr.

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Gräser und andere Leitpflanzen (Miscanthus sinensis gegenüber Perückenstrauch, Cotinus coggyria, dahinter Verbena bonariensis und eine namenlose Clematis montana). Bild in der Mitte zeigt das Reitgras Calamagrostis acutiflora Karl Foerster) und das filigrane Gras auf dem ersten Bild hat leider sein Namensschildchen verloren.

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Der Trompetenbaum (Catalpa bignonioides), vor ein paar Jahren etwas lieblos und in aller Eile vor dem Schnee gepflanzt, zeigt seit ein paar Tagen seine orchideenartigen Blüten. Unter seiner Krone liegt ein schattiger Bereich (hinter den Holzpfählen), den ich im Frühling begonnen habe umzugestalten. Ein neues Beet ist entstanden mit Elfenblumen, verschiedenen Farnen und es hat noch Platz für das Einpflanzen von versamten Helleborus…eine noch anstehende Arbeit. Ein rundes Rosenbeet mit über zwanzigjährigen Edelrosen, das auch in diesem Bereich liegt, muss ebenfalls geändert werden. Die Rosen verkümmern, denn sie haben zu wenig Licht im Sommer. Ueber den Winter kann ich mir Gedanken machen, was in das zukünftige weiss/grüne runde Schattenbeet kommen soll.

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Branklyn Garden

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Branklyn Garden, in unmittelbarer Nähe von Perth, wird als „finest two acres of private garden in the country“ (ca. 0,8 ha) beschrieben. Auf den ersten Blick sieht man, dass es der Garten eines Pflanzensammlers ist. In diesem Fall handelt es sich um ein Ehepaar (wie schön wenn zwei der gleichen Leidenschaft verfallen sind!), das anfangs des letzten Jahrhunderts das Grundstück erwarb und darauf diesen bemerkenswerten Garten anlegte.

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Pflanzen aus allen Herren Länder fanden den Weg hierher und da das Ehepaar Renton um die Platzbegrenzung wusste, ist augenfällig, dass vorallem kleinere Sträucher, Rhododendrons, Bäume hier in der Mehrzahl sind. Obwohl sehr viele Raritäten (für schottisches Klima!) zu sehen sind, bleibt der Eindruck den eines „normalen“, realen, bunten Gartens.

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Der blaue Himalayan Poppy hat es mir besonders angetan. Ein solch zartes und doch leuchtendes Blau hätte ich auch gerne in meinem Garten… leider gab es keinen Samen zu kaufen.

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Aber es ist doch noch ein Pflanzensouvenir aus Schottland mit heimgekommen. Ein kleines, beinahe schwarzes Gras (Ophiopogon planiscapus Nigrescens) hat den Flug in einem verschlossenen, gepolsterten Briefumschlag, der im Koffer zwischen den Kleidern lag, heil überstanden und steht nun an zwei Stellen in unserem Garten. Ich freue mich darüber, auch wenn ich denke, dass ich hier die Pflanze vielleicht ebenso bekommen hätte

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Mir ist aufgefallen, wie in vielen der besuchten Gärten meisterhaft mit Farben, Blattstrukturen, Höhenstaffelungen und Pflanzenarten „gespielt“ wird. Es sieht aus, wie von leichter Hand hingezaubert, ungekünstelt. Dadurch wirken die Gärten nie langweilig, sondern immer wieder neu, spannend und einzigartig.

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Mein Teich

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Wenn ich von „meinem“ Teich spreche, dann tue ich es ganz bewusst, denn meine Familie (und die besteht aus fünf weiteren Personen) war anfänglich strikt gegen das Projekt „Wasserelement im Garten“. Ich habe einige Ueberredungskünste anwenden müssen, um wenigstens eine Person auf meine Seite zu bekommen. Und so sind dann eines Sonntags vor gut sieben Jahren mein jüngster Sohn und ich mit Schaufeln bewaffnet auf unserer Wiese (Rasen wäre bei uns das falsche Wort eingedenk dessen was auf unserem grünen Teppich alles wächst!) an die Arbeit gegangen. Als der Rest der Familie das unterdessen schon recht ansehnliche Loch entdeckte, war es zu spät für einen Abbruch. Das Werk wurde dann vollendet und zwar von (beinahe) der ganzen Familie. Mit den Jahren hat sich der Teich verändert….aber wir alle nutzen ihn, bzw. seine Umgebung. Zum Beobachten der verschiedenen Wasserbewohner, zum Ausruhen auf der schattigen Bank, zum Träumen. Das sogenannte „Pflegen“ des kleinen Teiches jedoch, liegt immer noch ganz allein in meinem Aufgabenbereich!!

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Noch immer hoffe ich auf einen Schnappschuss von einer Libelle…..aber leider sind gerade die feinen, kleinen hellblauen immer viel schneller als ich mit der Kamera.

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Die Seerose (Nymphaea alba) hat sich unterdessen stark ausgedehnt, so dass ich sie jetzt teilen muss. Zudem ist ein Teil der Rhizome an die Oberfläche gestiegen, wahrscheinlich von der Hauptpflanze abgebrochen.


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Scone Palace

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Ein ganz spezieller Garten (parkland) befindet sich im Scone Palace in der Ortschaft gleichen Namens (in der Nähe von Perth). Der Schotte spricht scone wie scoon aus, also nicht wie das bekannte Gebäck, das der Engländer zum High Tea nimmt. Eine gediegene Anfahrt zum Schloss lässt Grosszügiges vermuten. Eigentlich darf man hier nicht von einem Garten sprechen, es ist vielmehr ein riesiger Park, der in den Jahren 1781-86 erschaffen wurde. Wie in vielen Gärten/Parks wurde auch hier über die Jahre hin ständig verändert, vergrössert. Jetzt präsentiert er sich in seiner ganzen vornehmen Schönheit. Als wir ihn besuchten, waren die Rhododendron und Azaleen in voller Blüte.

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Sehr beeindruckend die wunderschönen, alten Bäume im Pinetum, die zum Teil aus Sämlingen gezogen wurden.

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Im Labyrinth aus roten und grünen Buchen hätten wir beinahe den Weg nicht mehr herausgefunden…

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Eigentlich….

Ja eigentlich sollte, bzw. möchte ich in den Garten. Deadheading und jäten wäre angesagt. Aber ich habe gerade einen Bücherbon von einer lieben Freundin eingelöst und jetzt hält mich nichts mehr. Bei Büchern werde ich immer schwach. Ich muss blättern und staunen, lesen und……rundherum alles vergessen. Einmal mehr ein Gartenbuch, vielmehr ein Bildband für meine Gartenbibliothek. So viele traumhafte Privatgärten ganz verschiedener Art, diesmal mit Aufnahmen und Berichten aus Deutschland. Meisterhaft fotografiert (viele Bilder sind mir bekannt aus Gartenzeitschriften, – ich gestehe – eine weitere Schwäche!). Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Bildreise zu den offenen Gartenpforten. Das Buch (Traumhafte Privatgärten in Deutschland von Gary Rogers und Silke Kluth) ist letzten Monat im blv Verlag erschienen. Falls ich hier nicht mehr auftauche, dann habe ich mich in den Bildern verloren……

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